NATURVIELFALT WESTALLGÄU: Miteinander für Moore, Klima- und Artenschutz

Das Projektgebiet „Naturvielfalt Westallgäu“ liegt im Hotspot 5, Oberschwäbisches Hügelland und Adelegg, einem Natur- und Kulturerbe von bundesweiter Bedeutung. Mit einer Fläche von 816 Quadratkilometern ist die Region einer von bundesweit 30 Hotspots der biologischen Vielfalt in Deutschland. Die zahlreichen Moore und Feuchtgebiete in dieser Region sind Heimat für eine Vielzahl charakteristischer Tier- und Pflanzenarten. Gleichzeitig sind die Moore und Nasswiesen wichtig für den Klimaschutz, denn sie speichern große Mengen Kohlenstoff und Wasser.

 

Hotspots der biologischen Vielfalt im Bundesprogramm Biologische Vielfalt

Für Johannes Enssle, Landesvorsitzender des NABU Baden-Württemberg, steht ebenfalls das Miteinander im Fokus: „Das Allgäu ist eine attraktive Region. Wir wollen dazu beitragen, gemeinsam mit unseren Partnerinnen und Partnern aus Landwirtschaft, Naturschutz und Kommunen sowie der Anstalt des öffentlichen Rechts Forst Baden-Württemberg als Kooperationspartner, Moore, Nass- und Streuwiesen sowie die Natur an Gewässerläufen zu entwickeln. Wir freuen uns, dass wir nach mehrjähriger Planung nun endlich starten konnten. Für die großzügige finanzielle Förderung durch Bund und Land und die vielen positiven Rückmeldung sind wir dankbar.“

 

 

Ziele von „Naturvielfalt Westallgäu“ in der Projektlaufzeit bis 2027

 

-        Schutz und gezielte Renaturierung von Moorflächen: Intakte, ausreichend mit Wasser versorgte Moore speichern Kohlenstoff, im Schnitt sechsmal mehr je Hektar als Waldflächen. Werden Moorböden entwässert, zersetzt sich der Torf und klimaschädliches Kohlendioxid wird freigesetzt.

-        Vernetzung der Lebensräume als Beitrag für die Vielfalt: Das Westallgäu ist gekennzeichnet durch ein Mosaik an Lebensräumen mit einem charakteristischen Mix aus Hoch- und Niedermooren, Feuchtgebieten und Wäldern. Durch eine bessere Vernetzung steigen die Überlebenschancen für darin vorkommende bedrohte Arten wie Hochmoor- Bläuling, Braunkehlchen, Bekassine oder Moorfrosch.

 

-        Gemeinsam mit regionalen Partnerinnen und Partnern: Das Projekt setzt auf eine intensive Zusammenarbeit vieler Akteure für den Schutz der biologischen Vielfalt.

 

Weitere Infos zum Hotspot-Projekt „Naturvielfalt Westallgäu“

Das Projekt „Naturvielfalt Westallgäu – Miteinander für Moore & mehr“ hat eine Laufzeit von sechs Jahren mit einem Gesamtvolumen von 5,05 Millionen Euro. Rund 80 Prozent der Förderung erfolgt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz. 15 Prozent kommen aus Mitteln des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg. Der Eigenanteil des NABU Baden-Württemberg e.V. beträgt etwas über 5 Prozent.

 

 

Mehr zum Projekt: https://naturvielfalt-westallgaeu.de  

Allgäuer Moorlandschaft:  Foto NABU/Jan Bolender
Allgäuer Moorlandschaft: Foto NABU/Jan Bolender